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Die Entstehung eines neuen Vulkans ist ein vergleichsweise seltenes Ereignis. Die Geburt von Vulkanen verläuft zumeist nach demselben, nach außen hin spürbaren Schema: Zuerst treten über Tage oder Wochen Erdstöße auf. Dann erfolgt eine Aufwölbung des Untergrundes, Risse entstehen. Es entweichen Gase und Wasserdampf. Nun folgt die Räumung des Schlotes durch den explosiven Auswurf des umgebenden Gesteins. Dann dringt Magma empor und unter Entgasung werden Aschen und glühende Lavafetzen in Form von Lapilli (vulkanisches Auswurfmaterial in Nussgröße) und Bomben ausgeworfen. Durch die entstandene Erweiterung des Schlotes wird eine verstärkte Entgasung der Lava möglich. Die explosive Phase geht dann in eine effusive Phase über, sodass sich letztendlich Lavaströme ausbreiten können.

Geomorphologisch sind Vulkane zu differenzieren

Durch verschiedene geomorphologische Abläufe ist die Entstehung von Vulkanen in diverse Grundformen zu unterscheiden:

Prinzip der Konvergenz
Prinzip der Konvergenz
Bei dem Phänomen der Subduktion begünstigen hohe Temperaturen durch den gewaltigen Druck zweier sich untereinander schiebender Platten (Konvergenz) das Aufschmelzen von tektonischem Material, welches sich durch eine geringere Dichte und eine höhere kinetische Energie, in Form von Wärme (ca. 800 bis 1200°C) durch die oberen Gesteinsschichten schmelzen und sprengen kann.

Prinzip der Divergenz
Prinzip der Divergenz
So sorgen auseinanderdriftende tektonische Platten, durch den entstehenden Spalt dafür, dass Magma leichter aufsteigen kann. Infolge dieses Prozesses kommt es zur Bildung neuer Erdkruste. Beispielsweise liegt Island auf eben so einem Spalt. Ständige vulkanische Aktivität zeugt von den Prozessen auf und unter der Insel. Immer wieder kommt Magma an die Oberfläche und bildet neues Land.

Prinzip des Hotspots
Prinzip des Hotspots
Als Sonderfall tritt ein sogenannter Hotspot an Land und in Ozeanen auf. Bei ihm kommt es im Bereich des Erdmantels innerhalb der Konvektionsströme, die unter anderem dafür sorgen, dass sich tektonische Platten bewegen, zu Störungen, die ein Heraufströmen von Magma durch die darüber liegenden Platten begünstigen und die sich entwickelnden Schlote immer wieder mit neuem Magma versorgen.

Auf den nachfolgenden Seiten werden ihnen die drei Arten näher erläutert.

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