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Hotspot

Prinzip des Hotspots
Prinzip des Hotspots

Der Erdmantel unterhalb eines Hotspots ist besonders heiß, da dort Mantelmaterial aus dem tiefen Erdinneren (eventuell von der Kern-Mantel-Grenze) aufsteigt. Die etwa 150 km breiten Zonen des Aufstiegs werden auch als Manteldiapire ("mantle plumes") bezeichnet. Die höheren Temperaturen bedingen im oberen Mantel eine erhöhte Aufschmelzung. Die Schmelzen können aufgrund ihrer geringen Dichte bis an die Oberfläche aufsteigen und verursachen dort einen zumeist basaltischen Vulkanismus. Die geochemische Signatur der so gebildeten OIB (engl.: ocean island basalt) unterscheidet sich oft deutlich von dem so genannten MORB (engl.: midocean ridge basalt).

Da die Lithosphärenplatten stetig über den in der Regel ortskonstanten Manteldiapir hinweg gleiten, schweißt sich das heiße Mantelmaterial durch die Platte durch und bildet nach und nach mehrere Vulkangebäude, die jeweils solange mit Schmelze versorgt werden, wie sie oberhalb der Mantelanomalie liegen. Auf diese Weise bilden sich Vulkanketten wie die Hawaii-Inseln. Zu beachten ist dabei, dass die Krustendicke unter dem Meer 6 km beträgt, während sie unter Kontinenten ungefähr 30 km mächtig ist. Die kontinentale Kruste ist daher schwerer zu durchdringen, so dass die meisten Hotspots in ozeanischen Gebieten zu beobachten sind.