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Riftzonenvulkan

Prinzip der Divergenz
Prinzip der Divergenz

Der Grund für entstehende Riftzonen befindet sich unterhalb der Erdkruste. Hier herrschen Temperaturen von bis zu 3.500°C. Da die Temperaturen vom Erdkern her abnehmen, kommt es zu Wärmeunterschieden. Es ergibt sich ein Wärmetransport-Mechanismus, der sich in ständig ablaufenden Umwälzungen des Erdmantelmaterials äußert.

Die Umwälzungen laufen sehr langsam mit vertikalen und horizontalen Strömungsgeschwindigkeiten von einigen cm pro Jahr ab, wie man indirekt aus der Seismologie und Satellitengeodäsie erschließen kann. Der konvektive Erdmantel ist dabei trotz hoher Temperaturen nicht flüssig, sondern verhält sich wegen der hohen Drücke zähplastisch oder viskos.

Durch diese Viskosität ähnelt die Bewegung der tektonischen Platten, die sich direkt darüber befinden einer Schwimmbewegung, die in unterschiedliche Richtungen streben kann.

Kommt es nun zu dem Fall, dass aneinander grenzende Platten eine auseinander schiebende Richtung aufweisen, entstehen Riftzonen, auch Grabenbrüche genannt. Es sind Schwächezonen der Lithosphäre, da die jeweilige ozeanische oder kontinentale Platte gedehnt wird. Wie jedes Material kann die Lithosphäre unter dieser Zugspannung aufreißen. Häufige Folge ist ein ausgedehnter Vulkanismus, besonders Schildvulkane können entstehen.