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Rauchender Colima 2008
© Observatorio Vulcanologico de Colima
Er gilt als gefährlichster Vulkan Mexikos und wird von der UN zu den 16 gefährlichsten Vulkanen weltweit gezählt. Mit dem Ausbruch vom 23. Mai 2005 unterstrich er sein explosives Risiko. Der Vulkan schleuderte Steine und Felsbrocken 3 km in die Troposphäre. Glücklicherweise ist das Gebiet um den Colima nicht so dicht besiedelt (300.000 Menschen im Radius von 35 km), wie das des Popocatépetl und so kamen keine Menschen zu schaden.

Der Vulkan besteht, genau genommen, aus zwei Erhebungen. Der eine, ältere Nevado de Colima (4.330 m) und der andere, kleinere Volcán de Colima, der mit seinen 3.860 m als aktiv gilt. Beide sind, nicht zuletzt wegen ihrer gleichmäßigen topographischen Gestalt, beliebte Touristenziele und können vom Nationalpark Nevado de Colima aus besichtigt werden.

Geologen und Wissenschaftler ermittelten einen riesigen Bergrutsch, der im späten Pleistozän ein Volumen von 25 km³ an Geröll bis zu 120 km bewegt und so den Pazifik erreicht haben soll.

Kegel des Colima aus der Luft
© Matti Paavola (GNU)

Zur Entstehung

Der Colima ist durch das Abtauchen einer ozeanischen Platte unter eine Kontinentalplatte (Subduktion) entstanden. Hierbei lastet ein so enormer Druck auf die untere Platte, dass sie Risse bekommt und das darunter befindliche Magma hindurch schießen kann. Folge sind Eruptionen, die meist abwechselnd erhärtete Lava und Asche an der Austrittsstelle hinterlassen. Das so entstehende Phänomen nennt man Schichtvulkan.

Besonderheiten

Aufgrund seiner Aktivität und der 40 beunruhigenden Ausbrüche seit 1576 zählt er zu den 16 gefährlichsten Vulkanen laut den Vereinten Nationen. Außerdem hat er eine 5 Millionen Jahre alte Geschichte.

Fakten

Alter (circa) 5.000.000 Jahre
Höhe 3.860 m
Geographische Koordinaten
UTM-Koordinaten
19° 30' 45'' n. Br., 103° 37' 03'' w. L.
Zone 13Q, E 645068, N 2158121
Lokalität Jalisco, Mexiko
Art des Vulkans Schichtvulkan
Letzte Eruption 2008

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