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Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Name Cotopaxi „Thron des Mondes“. Bereits vor der Herrschaft der Inkas in dieser Region, galt der Vulkan als heiliger Berg. Durch seine fruchtbaren Böden und den anhaltenden Regen auf seiner Luvseite wurde er als Sitz der Götter verehrt.

Krater des Cotopaxi
Krater des Cotopaxi
© Samuel Rochas (GNU)
Seine 5.897 m machen ihn zum zweithöchsten Berg in Ecuador und zu einem der höchsten Vulkane der Welt. Ihn und die Hauptstadt Ecuadors trennen weniger als 50 km. Der Cotopaxi hat das Idealbild eines Vulkans: regelmäßig, konisch abfallende Flanken, eine ganzjährige Eiskappe und der tiefe Schlot locken viele Touristen an. Der Krater hat einen Durchmesser von 800 x 550 m und eine Tiefe von 350 m.

Die Faszination des Bergsteigens wird an diesem Vulkan intensiv betrieben. Bereits Anfang des 19. Jh. versuchten zahlreiche Abenteurer – vorwiegend Europäer – den Cotopaxi zu besteigen, doch erst im Jahre 1872 schaffte Wilhelm Reiß die Erstbesteigung des Gipfels und sicherte sich so den ersten Blick der Menschheit in den beeindruckenden Krater. Mittlerweile bieten zahlreiche ecuadorianische Reisebüros den Aufstieg mit Reiseführer an, bei denen man sogar bis auf 4.600 m mit dem Auto fahren kann.

Quito und Cotopaxi
© Iván Utz (GNU)

Zur Entstehung

Der Cotopaxi befindet sich in der Interandinen Depression, einer Grabenstruktur, die die westliche und östliche Kordillere Ecuadors voneinander trennt. Diese liegt über der Subduktionszone der maritimen Nazca-Platte und der kontinentalen Südamerikanischen Platte, wobei die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte taucht und dabei Reibung verursacht. Dabei entstehen Risse, die das Aufsteigen von Magma ermöglichen.

Besonderheiten

Die größten Gefahren am Cotopaxi stellen die plinianischen Eruptionen dar: Innerhalb weniger Stunden können hierbei durch die Vulkanschlote einige Kubikkilometer Magma aufsteigen. Der gewaltige Druck und die vehement entweichenden Gase stoßen alte Reste des Pfropfs nach oben, reißen glühende Lavafetzen und Felsbrocken aus der Kraterwand mit. Der Materialstrom rast mit einer Geschwindigkeit bis zu mehreren hundert Metern pro Sekunde im Schlot empor und bildet oberhalb des Kraters eine Eruptionssäule, die bis in die Stratosphäre reicht. Stürzt die Staub- und Aschewolke in sich zusammen, bildet sie den Ausgangspunkt eines pyroklastischen Stroms.

Fakten

Alter (circa) 2.000.000 Jahre
Höhe 5.897 m
Geographische Koordinaten
UTM-Koordinaten
0° 48' 50'' s. Br., 78° 55' 46'' w. L.
Zone 17N, E 823237, N 90076
Lokalität Cotopaxi, Ecuador
Art des Vulkans Schichtvulkan
Letzte Eruption 1904

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