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Mount St. Helens aus dem All
© NASA
Spätestens seit 1980 dürfte die Kaskadenkette im Nordwesten der USA weltberühmt sein. Der Ausbruch des Mount St. Helens am 18. Mai wurde von mehreren Kameras der U. S. Geological Survey aufgezeichnet. Zahlreiche Seismographen um den Vulkan herum, konnten viele Informationen sammeln. Auch die anschließende Nachuntersuchung der betroffenen Gebiete wurde von Kamerateams begleitet. Daher gilt der Ausbruch des Mount St. Helens bis heute als die am besten beobachtete und untersuchte plinianische Eruption. Bei dem verheerenden Ausbruch und dem folgenden Abgang der Nordflanke des Vulkans wurden zusammengerechnet etwa 3 km³ Gestein bewegt. Diese Katastrophe forderte 57 Menschenleben und hatte die komplette Dezimierung der Tier- und Pflanzenwelt, sowie die Vernichtungen von künstlichen Bauten in einem Radius von 13 km zur Folge. Zwischen 1980 und 1986 dauerte die Aktivität des Mount St. Helens weiter an, wobei sich ein neuer Lavadom im aufgesprengten Krater entwickelte. Vereinzelt ließen kleine Explosionen und seismische Aktivitäten die Wissenschaftler in den folgenden Jahren bis Mitte der 1990er aufhorchen. Erst im März 2005 fand eine neue Eruption, deren Rauch- und Aschewolke noch im 100 km entfernten Seattle zu sehen war, statt. Seit Juli 2008 gilt der Mount St. Helens wieder als ruhend und wurde durch die USGS auf Warnstufe Null zurückstuft.

Mount St. Helens vor dem Ausbruch 1980
© United States Geological Survey (USGS)

Zur Entstehung

Durch das Abtauchen der Juan-de-Fuca-Platte unter die Nordamerikanische Platte (Subduktion) kommt es verstärkt in dieser Region zu vulkanischer Aktivität. Das Material der Platte schmilzt in der Subduktionszone und steigt durch beim Zusammenprall entstehende Risse in der Erdkruste als Magma auf. Die ersten nachweisbaren Ascheablagerungen lassen sich auf ein Alter von 40.000 Jahren datieren. Seit diesem Zeitpunkt konnten neun große Eruptionsphasen mit einer Dauer von weniger als 100 bis mehr als 5.000 Jahren festgestellt werden.

Besonderheiten

Die sogenannten pyroklastischen Ströme während des Ausbruchs 1980 hatten beim Austreten aus dem Gestein bereits eine Geschwindigkeit von rund 350 km/h. Nachdem sie aber durch den abgesprengten Hang ins Tal rasten und zusätzlich durch topographische Hindernisse kanalisiert wurden, beschleunigten sie schnell auf ein Tempo von etwa 1080 km/h. Möglicherweise durchbrach die Ausbreitungsgeschwindigkeit des pyroklastischen Stromes kurzfristig die Schallmauer.

Fakten

Alter (circa) 40.000 Jahre
Höhe 2.549 m
Geographische Koordinaten
UTM-Koordinaten
46° 11' 56'' n. Br., 122° 11' 23'' w. L.
Zone 10T, E 562517, N 5116465
Lokalität Washington, United States of America
Art des Vulkans Schichtvulkan
Letzte Eruption Januar 2008

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