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Kratersee des Pinatubo
© United States Geological Survey (USGS)
Die aufsehenerregende Eruption des Pinatubo des Jahres 1991 gilt als eine der gewaltigsten des 20. Jhr. . Nach einer 611-jährigen Ruhephase brach er schließlich mit einer ungeheuren Gewalt am 15. Juni 1991 aus. Glücklicherweise wurde dieser Ausbruch durch Wissenschaftler vorausgesagt, wodurch das Gebiet um den Pinatubo großräumig evakuiert wurde. Trotz Räumung der Umgebung kamen mehr als 875 Menschen durch Pyroklastische Ströme, herabfallende Lavabomben, die Last der herabfallenden Asche auf den Dächern der Häuser und Lahare ums Leben. Die Auswirkungen auf das Umland waren und sind immer noch verheerend. So sind beispielsweise viele Flüsse, die am Pinatubo entspringen, durch pyroklastische Schichten und starken Aschefall verschüttet wurden. Das Ökosystem wird noch Jahrzehnte brauchen um sich davon zu erholen. Auch der dichte Dschungel an den oberen Bereichen des Vulkans wurde vollkommen zerstört. Er diente vorher Jägern als Jagdgebiet und somit als Vorkommen für Nahrungsmittel.
Doch nicht nur das lokale Ökosystem war betroffen. Durch das Freisetzen von Aerosolen in die Atmosphäre durch die gigantische Aschesäule entstand eine Schicht aus schwefelsäurehaltigem Nebel. Weiterhin kam es zu einem weltweiten Temperaturabfall von 0,5 °C und einer erhöhten Ozonreduktion.

Mittlerweile leben wieder rund eine halbe Millionen Menschen am Fuße des Pinatubo, die den großen Siedlungen, wie Angeles und der mittlerweile von Philippinen bevölkerten, ehemaligen Clark Air Base der US-Amerikaner, zugerechnet werden. Diese liegen in einem Umkreis von 40 km um den Vulkan.

Erkalteter Pyroklastischer Strom am Pinatubo
© United States Geological Survey (USGS)

Zur Entstehung

Der Pinatubo ist die Folge der unter ihm befindlichen Subduktionszone, bei der die Philippinische und die Eurasische Platte aufeinander treffen. Durch tektonische Verschiebungen wird die maritime Philippinische Platte unter die kontinentale Eurasische Platte gedrückt. Das Material der Erdkruste wird durch hohe Temperaturen und Druck aufgeschmolzen und steigt wieder auf. Es sucht sich als Magma seinen Weg an die Oberfläche und bildet Vulkane an der Erdoberfläche.

Besonderheiten

Die gewaltige Explosion im Zuge des Ausbruchs von 1991 sprengte einen Kratersee in den Vulkan. Sein Durchmesser beträgt etwa 2,5 km und wird inzwischen touristisch genutzt. Sein Wasser ist strahlend blau und bekommt zurzeit eine Insel durch das Entstehen eines neuen Lavadoms.

Fakten

Alter (circa) 1.100.000 Jahre
Höhe 1.486 m
Geographische Koordinaten
UTM-Koordinaten
15° 08' 33'' n. Br., 120° 20' 59'' ö. L.
Zone 51P, E 215170, N 1675809
Lokalität Luzon, Philippinen
Art des Vulkans Schichtvulkan
Letzte Eruption 1993

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