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Mexiko-Stadt mit "El Popo"
© S. Erlucho (GNU)
Mit seinen 5.462 m ist der Popocatépetl der zweithöchste Berg in Mexiko und der zweithöchste Vulkan in ganz Nordamerika. Auch seine kleine erloschene Schwester, die Iztaccíhuatl kommt auf eine Höhe von über 5.000 m. Die Bezeichnung des Popocatépetl stammt von den Azteken, die ihn "stark rauchenden Berg" nannten. Man nennt ihn in Mexiko auch "El Popo" oder "Don Goyo".

Die große Gefahr bei diesem Vulkan besteht nicht in der akuten Eruptionsgefahr und deren Stärke, sondern in der Nähe zu Mexiko-Stadt. Die 9.000.000-Metropole liegt nur ungefähr 60 km entfernt und ist jedes Mal betroffen, wenn der Vulkan Asche ausspuckt. Besonders dann, wenn es regnet, sind die Folgen des Ascheausstoßes verheerend. So verwandeln sich die Straßen der Stadt in spiegelglatte Rutschbahnen, die ein sehr hohes Unfallrisiko bergen. Außerdem ist auch das Kanalisationssystem von der schlackeartigen Wasser-Aschemischung stark betroffen, da es veraltet ist und sehr leicht verstopft. Durch die mäßige bis schlechte Infrastruktur von Mexiko-Stadt käme es bei einem Ausbruch zum Chaos. Viele Menschen der Unter- und Mittelschicht leben in einem eng verschachtelten Straßensystem, welches den kurzen Fluchtweg und das Hören der Alarmsignale größtenteils verhindert.

Popocatépetl im Juni 2006
© Jakub Hejtmánek (GNU)

Zur Entstehung

Verantwortlich für die Entstehung der meißten Vulkane in dieser Region Mexikos ist das Abtauchen der Cocos-Platte unter die Nordamerikanische Platte (Subduktion). Bei diesem Vorgang wird die maritime Platte unter der Last der Nordamerikanischen extrem gestaucht. Durch dieses Abtauchen und Stauchen entsteht Reibung, welche Hitze zur Folge hat, welche das im Gestein gespeicherte Wasser abgibt und so die Schmelztemperatur heruntersetzt. Durch diese Belastung bekommt die Platte Risse. Das Magma hat nun die Chance aufzusteigen und bildet sog. Magmakammern, welche das Entstehen von Vulkanen gewährleisten. Das Alter des Popocatépetl wurde auf etwa 700.000 Jahre datiert.

Besonderheiten

"El Popo" ist Nordamerikas zweithöchster Vulkan. An seinen Hängen liegen 14 gut erhaltene Klöster und Missionsstationen aus dem 16. Jahrhundert, was mit dazu beitrug, dass der Berg 1994 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Zusammen mit der benachbarten Iztaccíhuatl sind beide Vulkane Bestandteil des Nationalparks Izta-Popo.

Fakten

Alter (circa) 700.000 Jahre
Höhe 5.462 m
Geographische Koordinaten
UTM-Koordinaten
19° 01' 24'' n. Br., 98° 37' 27'' w. L.
Zone 14Q, E 539551, N 2103451
Lokalität México, Mexiko
Art des Vulkans Stratovulkan
Letzte Eruption 2010

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