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Ein „Vulkan“ ist eine geologische Erscheinung, die auftritt wenn Magma zur Erdoberfläche strömt und austritt. Alle damit verbundenen Vorkommnisse bezeichnet man als Vulkanismus.

Der Begriff „Vulkan“ hat seinen Ursprung in der römischen Mythologie, in der eine italienische Insel „Vulcano“ als Schmiede des römischen Gott des Feuers galt.

Oberflächlich betrachtet könnte man denken, dass Vulkane ausschließlich zerstören und Leben bedrohen. Durch ausgespuckte Lava, Ascheregen und einhergehende Erdbeben wirken sie sich oft, während eines Ausbruchs, negativ auf ihre Umwelt aus.

Vulkanismus bedeutet auch Leben

Doch Vulkane haben auch viel zum Leben auf der Erde beigesteuert, z. B. das Wetter. Aus ihren Kratern entwichen die meisten atmosphärischen Gase, ohne die es für uns keine Luft zum Atmen gäbe. Unsere Seen und Meere bestehen aus kondensiertem vulkanischem Dampf. Und große Landmassen bestehen aus Lava und Asche. Dieser vulkanische Boden ist der fruchtbarste überhaupt.

Die Wissenschaft, die sich die systematische Erforschung der Vulkane, bzw. deren Erscheinungen zur Aufgabe gemacht hat, nennt sich Vulkanologie. Neben der Geologie hat sie in Erfahrung gebracht, dass im festen Kern der Erde Temperaturen wie auf der Oberfläche der Sonne herrschen. Er ist von einer Schicht halbfesten Gesteins umgeben. An manchen Stellen schmilzt es und flüssiges Gestein entsteht - sogenanntes Magma. Vulkane sind Risse in der Erdkruste, durch die das Magma an die Erdoberfläche gelangt und als Lava austreten kann. Diese Risse befinden sich normalerweise entlang der sogenannten Tektonischen Platten, von denen unser Planet bedeckt ist. Außerdem versucht die Vulkanologie verlässliche Aussagen über bevorstehende Eruptionen zu treffen. So werden besonders Vulkane in der Nähe von dicht besiedelten Gebieten beobachtet. Jedoch ist die Vorhersage eines Ausbruchs auch mit modernsten Mitteln schwer zu treffen. Selbst wenn man weiß, dass ein Ausbruch bevorsteht, kann man nicht besonders viel tun, um einen Lavastrom aufzuhalten.
Doch nicht nur die Lavaströme sind eine große Gefahr für die Bevölkerung. Auch die begleitenden Erdbeben schlagen urplötzlich zu und können Gebäude zum Einstürzen bringen und die Infrastruktur kollabieren lassen. Vulkanische Erdbeben entstehen, wenn aufsteigendes Magma und Gase Felsschichten zertrümmern und dabei starke Erschütterungen verursachen. Oder wenn Magma abfließt und die Hohlräume, die es hinterlässt einstürzen.

Ein Ausbruch hat weitreichende Folgen

Besonders gefährlich kann es werden, wenn Vulkane sehr zähflüssiges Magma produzieren, dass sich im Schlot festsetzt und nachströmendes Magma daran hindert, Druck abzubauen. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich der angestaute Druck mit einer gewaltigen Explosion schlagartig löst. Hinzu kommt, dass zähflüssiges Magma viele Gase speichern kann, die durch den unterirdischen Druck noch flüssig sind und sich beim Aufsteigen plötzlich ausdehnen und die Explosion verstärken.
Da bei explosiven Vulkanen das Magma in winzige Stücke zerplatzt, produzieren sie mehr Asche als Vulkane, die Lava ausstoßen. Die kleinen und leichten Ascheteilchen steigen bis zu 50 km in die Atmosphäre. Aschewolken können auch ihr eigenes Wetter erzeugen, z. B. heftige Gewitterstürme. Diese entstehen durch statische Elektrizität, die sich aufbaut, wenn Ascheteilchen aneinander stoßen. Unzählige Blitze treffen den Boden und entfachen dutzende Feuer. Und wenn sich die heiße Luft und die Aschewolken abkühlen, kondensiert Feuchtigkeit auf den Ascheteilchen – eine sichere Formel für Wolkenbrüche. Unterdessen verteilt der Wind die Asche in der ganzen Region und macht den Tag zu Nacht. Städte sind in Asche eingehüllt, die Ernte ist vernichtet, Pflanzen bekommen weder Licht noch Sauerstoff. Aschewolken können auch Flugzeugabstürze verursachen, da sich die winzigen Teilchen in den Düsentriebwerken anlagern und die Aerodynamik gravierend beeinträchtigen.

Auf dieser Seite finden Sie zahlreiche Informationen über die Entstehung, den Aufbau und das Vorkommen von Vulkanen. Geschilderte Vorfälle der Vergangenheit sollen auf Gefahren des Vulkanismus hinweisen und Aufschluss darüber geben, welche Gebiete der Erde akut von Vulkanen bedroht werden.

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